Google Analytics: Das erste Fazit
Google überarbeitet seinen Statistik-Dienst Google Analytics und stellt diesen als öffentliche Beta online. Was versprechen die neu implementierten Funktionen, was ist anders an der Oberfläche? Ich hab mir die Zeit und den Service unter die Lupe genommen. Los!
Vorgeschichte
Das Layout von Google Analytics hat sich in letzten zwei Jahren nicht geändert. Damals im März 2005 hat Google die Analysesoftware der Firma Urchin für eine unbestimmte Summe erworben und seit dem die Optik der Website nur minimal angepasst. Nun, nach fast einem halben Jahr intensivster Entwicklung, stellt Google die überarbeitete Oberfläche öffentlich zur Schau: Benutzerfreundlicher und modernen soll diese wirken und gleichzeitig neue Funktionen grafisch unterstützen. Na, dann wollen wir mal schauen, ob der Motor und die äußerlichen Eigenschaften des Dienstes beeindrucken können.
Auszug aus dem Dashboard
Außen hui…
Die grafische Oberfläche finde ich mehr als gelungen! Das Design-Team hat den Spruch “Weniger ist in vielen Fällen mehr” auch wirklich verstanden und zu Herzen genommen. Noch mehr Emotionen: Zeitgemäss, klare Strukturen, nicht überfrachtet, eindeutige Icons, milde Farben, leicht und luftig. In vielen Blogs und Foren bemängeln die Nutzer den Einsatz von Flash für die Generierung der grafischen Statistiken. Ich persönlich empfinde diesen Ansatz gar nicht als störend, eher andersrum: Flash ist viel mächtiger und dynamischer als die starren GIFs oder PNGs. Schließlich sind die Statistikkuchen auch dafür da, um die Werte schöner und informativer auf den Monitor zu bringen.
Next one
Der weitere positive Eindruck: Personalisierte Startseite. Die Übersicht-Kacheln lassen sich aus- und zuschalten, auch die Position und Reihenfolge ist manuell veränderbar. So kann in Minuten eine Startseite mit wichtigsten Modulen entstehen, die einen Aufruf der anderen Bereiche überflüssig macht – man hat halt alles notwendige auf einer Seite. Möchte man dennoch zu den erweiterten Auswertungen einer Kachel wandern, so befindet sich gleich der passende Link in der Kachel und erspart somit den Weg über tiefe Navigation.
Liebe zum Detail
Überlegene Kleinigkeit auf dem Dashboard hat meine Augen zum Funkeln gebracht: Die hellblauen Grafiken vor den fetten Zahlen in der “Website-Verwendung”-Box sind keine einfachen Platzhalter. Nein, das sind pro Bereich und Zahl generierte Charts. Super praktisch! So schafft die Grafik den Verlauf eines Bereiches auf kleinstem Raum darzustellen, ohne jetzt jeweils die gesamte Breite des Fensters in Anspruch zu nehmen. Ein Klick auf den Bereich führt zu weiteren Informationen mit genaueren Werten. Da hat Google wirklich mitgedacht.
Woher sie kommen
Eine Beachtung verdient auch neu hinzugekommener Bereich “Zugriffsquellen” mit seinen aufklappbaren Untermenüs, wo jetzt übersichtlich sortierte Daten zu verweisenden Websites, Suchmaschinen und Keywords auf Zuruf bereitgestellt werden. In der Vorgängerversion war es nicht einfach die Referer eines Projekts ausfindig zu machen – diese Tatsache hat bis jetzt sehr viele potenzielle User davon abgehalten, sich für Google Analytics zu entscheiden. Doch nun sind die Werte griffbereit und können auf Wunsch mit nur einem einfachen Klick zum Dashboard hinzugefügt werden.
Endspurt
Noch kurz möchte ich auf zwei nennenswerte und bis jetzt vermisste Funktionen eingehen.
Erstens ist es die Möglichkeit frei definierbare Zeiträume miteinander zu vergleichen. Da werden nicht nur grafische Charts zum Vergleich übereinander gelegt, sondern auch alle Werte in den Kacheln gegenüber gestellt. Ich frage mich, ob Konkurrenten so eine Funktionalität vorweisen können?
Die zweite Neuerung kennen viele aus Google AdSense: Weiterleitung der erzeugten Berichte per E-Mail. Der Versand lässt sich auch intuitiv automatisieren und verschickt die Statistiken im festgelegten Format in ausgewählten Zeiträumen.
Fazit
Obwohl Google die Umsetzung offiziell als Beta bezeichnet, lief die Umgebung sehr stabil und ohne Zicken. Die neue Oberfläche wirkt erwachsen und ausgereift. Die Funktionen sind nur wenige neu dazugekommen, dafür aber mit “Innovation” und “Zeitersparnis” als Aufgabe. Benutzerführung und Unterstützung durch Hilfe: Ein Vorbild.
Google Analytics macht glücklich. Mich und mein Blog.




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