Fireball: Totgesagte leben länger
Fireball sucht wieder! Es tut gut, die deutsche Suchmaschine wieder im Betrieb sehen zu können. Nein, der Suchdienst ist nicht Beta, wie es sich heutzutage gehört – als Reloaded ist er markiert und im Web 2.0 Style umgesetzt. Echte Alternative zu Google, Yahoo! und MSN?
Fireball 2.0
Die Startseite der “alten, neuen” Suchmaschine ist klar und übersichtlich. Die Web 2.0 Spiegeleffekte sind mittlerweile auf jeder billigen Website zu sehen und stehen so einem seriösen Angebot nicht wirklich gut zu Gesicht. Klar, auch Fireball möchte damit ein Zeichen für Moderne und Aktualität setzen, schließlich möchte man dazugehören und nicht gleich als Out beschimpft werden.
Fireball Suche
Suche an sich
Durchsucht können deutsche und weltweite Websites, wie auch Bilder, Nachrichten und Produkte – offensichtlich hatten sich die deutschen Entwickler von Google inspirieren lassen. Die Suche in Websites ist schnell, die Suchergebnisse tagesaktuell (man möchte meinen, die Resultate kommen direkt aus Google, doch eigentlich sollte Ask.com die Ergebnisse zur Verfügung stellen). Gefundene Treffer werden sehr unübersichtlich und sehr werbelastig dargestellt (oben und unten Werbung, Treffer müssen wortwörtlich herausgesucht werden) – da ist auch das schicke Web 2.0 Layout drum herum nichts Wert.
Schön ist dagegen die Produktsuche. Die einzelnen Artikel werden nach Preisen sortiert und mit jeweiligen Preisvergleichen, Bewertungen und Testberichten (falls vorhanden) verknüpft. So erspart man sich den Weg zu einer Preissuchmaschine wie z.B. Guenstiger.de. Es bleibt nur noch zu hoffen, dass die Preisvergleiche bei Fireball auch wirklich neutral sind.
Alles nur Spam
Die Blöcke unter dem Suchfeld auf der Übersicht könnten dagegen auch ruhig wegbleiben: Spätestens nach dem ersten Klick auf einen der Links wird es klar, dass es sich dabei nur um versteckte Werbung und fragwürdige Kooperationen handelt – natürlich darf der wohl gefragteste Bereich “Erotik” nicht fehlen (Google wurde auch ohne berühmt). Zugegeben schön verpackt, ist jedoch absolut überflüssig und trübt nur die Meinung über das – auf User-Feedbacks angewiesene – Produkt.
Nebensächlich: Die meisten Links der Website führen direkt zu Lycos, was einerseits auch verständlich ist, denn Fireball gehört bekanntlich zu Lycos Europe. Anderseits, könnte es auch ein Hinweis für stiefmütterliche Umsetzung des Services sein: Im knappen Zeitraum was schnell zusammengezimmert.
Fazit
Fireball mit seiner schnellen Suche und aktuellen Ergebnissen hätte das Zeug dafür, die schlichte und in die Jahre gekommene Google-Startseite zu ersetzen. Doch für eine offizielle Web 2.0 Suchmaschine reicht es nicht ganz: Die aufdringlichen Werbeanzeigen sind einfach viel zu oft vertreten und machen das Suchen nicht wirklich angenehm.




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